This historic book may have numerous typos and missing text. Purchasers can usually download a free scanned copy of the original book (without typos) from the publisher. Not indexed. Not illustrated. 1901 edition. Excerpt: ...nennen mit seiner Poesie voll Zerrissenheit und Weltschmerz; denn Heine ist wie Schopenhauer ein Spatling der Romantik, und auf romantischem Boden ist der Pessimismus gewachsen. Nur ist Heine gerade hier am wenigsten original, er kopiert Byron, und was er Pessi mistisches sagt, ist vielfach ...
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This historic book may have numerous typos and missing text. Purchasers can usually download a free scanned copy of the original book (without typos) from the publisher. Not indexed. Not illustrated. 1901 edition. Excerpt: ...nennen mit seiner Poesie voll Zerrissenheit und Weltschmerz; denn Heine ist wie Schopenhauer ein Spatling der Romantik, und auf romantischem Boden ist der Pessimismus gewachsen. Nur ist Heine gerade hier am wenigsten original, er kopiert Byron, und was er Pessi mistisches sagt, ist vielfach nachempfunden, erdichtet und gemacht. Und fast wortlich dasselbe gilt auch von Lenaus schwermutiger Poesie, obgleich ihm das Melancholische naturlicher steht, wie er ja schliesslich auch in die Nacht des Wahnsinns untergetaucht ist. Darum wies denn auch Schopenhauer mit Recht nicht auf diese deutschen Poeten, sondern auf einen Italiener, Giacomo Leovardi, hin. Von ihm sagt er: keiner hat den Iammer des Daseins so grundlich und erschopfend behandelt wie in unseren Tagen Leopardi; er ist von demselben ganz erfullt und durchdrungen: uberall ist der Spott und Iammer dieser Existenz sein Thema, auf jeder Seite seiner Werke stellt er ihn dar, jedoch in einer solchen Mannigfaltigkeit von Formen und Wendungen, mit solchem Reichtum an Bildern, dass er nie Uberdruss erweckt, vielmehr durchweg unterhaltend und anregend wirkt." Und wirklich hat Leopardi gesungen, was Schopenhauer gelehrt hat, nur aus tieferem eigenem Erleben heraus als der Philosoph: Nun wirst du ruhn fur immer, Mein mudes Herz. Es schwand der letzte Wahn, Der ewig schien. Er schwand. Jch fuhl, es tief: Die Hoffnung nicht allein Auf holde Tauschung, auch der Wunsch entschlief, To ruh fur immer. Lange Genug hast du geklopft. Nichts hier verdient Dein reges Schlagen, keines Seufzers ist Die Erde wert. Nur Schmerz und Langweil bietet Das Leben, andres nicht. Die Welt ist Kot. Ergieb dich denn! Verzweifle
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